Weihnachten 2011
,
trotz allem ;-)
25. November 2011
Die Winterzeit wurde in diesem Jahr in Kanada nicht nur um eine Stunde sondern um einen Monat verschoben !-)
Im November gab es noch nahezu sommerliche Temperaturen und niemand wollte so richtig ernsthaft über den Winter nachdenken.
Und dann kam er gestern doch ganz leise über Nacht. 
Der angekündigte Sturm blieb im MillValley Tal aus und so konnte Otto am Morgen ganz in Ruhe zeigen, was er mit seinem neuen Schüppchen so alles kann.
7. November 2011
Rote, Gelbe, Grüne, Blaue !
Gestern war Weinlese auf Mill Valley Farm.
Nach kanadischer Tradition wachsen die Reben hier rund um die Sauna und wir produzieren ausschließlich Eiswein :-)
Mein Freund Hans Joachim aus Radevormwald hatte mir dringend angeraten, in meinem (hohen) Alter nicht auch noch mit Weinbau anzufangen. Das ist natürlich ein echtes Argument, ernsthaft darüber nachzudenken.
13. Oktober 2011
Die Zufahrt und der MillValley Hausberg sind dabei, ihr ´Indianerkleid´ anzuziehen. Es ist ´Indian Summer´. Natürlich gibt es auch hier einige graue Flecken im Panorama.
Dies ist die erste richtige Obsternte, die ich hier auf MillValley
erlebe. Die Fülle an Pflaumen und Äpfeln ist ´erschlagend´. Am Anfang
habe ich noch gepflückt. Jetzt stelle ich nur noch Eimer und Körbe unter die Bäume und suche am nächsten Morgen die Besten aus ;-) Auf diese Weise habe ich immerhin schon 210 Liter Most hergestellt.
1. Oktober 2011
International ist Kanada nicht gerade als starke Fußballnation bekannt. Einen der Gründe fand ich bei meiner heutigen
Waldpflegearbeit.
In Kanada wachsen die Bälle nämlich - wie könnte es anders sein - auf/an den Bäumen. Deshalb sind sie entsprechend schwer und hart. Aus diesem Grund können sich jedes Jahr nur sehr wenige Kinder und Heranwachsende für den Fussballsport begeistern. In ihren Kreisen gelten die kanadischen Eishockeyspieler übrigens als Weicheier.
Übrigens: Als weiterer Nachteil der kanadischen Fußbälle hat sich herausgestellt, daß der Kontrast der Flächen mit und ohne Borke bei Fernsehübertragungen zu gering ist.
Ihnen wünsche ich jedoch auf jeden Fall ein schönes (Fußball)-Wochenende.
22. September 2011
Das sind Positano und Bill Haley mit seiner Frau Paula.
Positano ist ein pensonierter Renntraber und Bill Haley heißt wirklich so. (Für die Jüngeren unter uns: Bill Haley wurde mit ´Rock around the clock´ zur Rocklegende.)
Positanos zentrale Aufgabe besteht darin, das Gras von einer 1ha-Weide in Dünger umzuwandeln. Und das tut das Pferd sehr gewissenhaft und ´around the clock´. Bill hatte mir erlaubt ein paar Trailorladungen von dem wertvollen Stoff für den Garten abzuholen.
Viele Vorstände und Führungskräfte würden Positano um die Aussicht auf Fluss, den Hafen und das Meer beneiden. Aber ich gönne Positano den Ausblick. Denn es kommt ja etwas verwertbares dabei raus :-)
16. September 2011
Im vorigen Herbst war ich bereits im Biberland am Ende des Mill Valley Baches
. Damals war ´Meister Bokert´ (Fabelname des Bibers) nicht zu Hause..
Aber in dieser Woche ist Nino, einer der Gäste auf Mill Valley Farm, in aller Frühe aufgebrochen und hat diese Fotos
mitgebracht 
Nino und Sonja waren auch in Pleasant Bay und haben diese Fotos von netten Walen (pleasant wales :-) gemacht.
Nach Pleasant Bay gelangt man von Margaree aus über Cheticamp und dann durch den beeindruckenden ´Cape Breton Highlands National Park´.
Viel Spaß dabei!
7.September 2011
Diesseits und jenseits des Atlantik wird derzeit zwischen dem 45- und 50-igsten Breitengreid intensiv geerntet.
Meine Mutter (82), wohnhaft in Grevenbroich (51° N.), ist mit den Pfirischen (kölsch: Plüschprume) schon durch.
Und ich bin jetzt auf der Mill Valley Farm (46° N.) in den Pflaumen und in den Äpfeln.
Ich bitte die lockere Kleiderordnung zu entschuldigen. Aber es ist derzeit richtig heiß in Cape Breton und eigentlich Badewetter.
2. September 2011
Am vorigen Samstag war ich wieder auf dem Flug von Frankfurt nach Halifax.
Da das ´Unterhaltungsprogramm´ wirklich schlecht war, hatte ich ausgiebig Gelegenheit zum ´rumbubbeln´. So bezeichne ich mein lockeres, halbstrukturiertes Denken und Assozieren rund um einen Themenkreis.
Das Thema bei einem solchen Flug ist eigentlich klar: Was macht den Unterschied zwischen dem Leben in Deutschland und Kanada aus?
Das ist der zentrale und zugleich spaltende Begriff ist GELASSENHEIT.
Das gelassene - und zumeist freundliche - Lebensgefühl der meisten Kanadier hat sicherlich sehr viel zu tun mit den großen Entfernungen. Es würde etwas seltsam anmuten, mit dem Auto zu rasen, Kurven zu schneiden oder gewagte Überholmanöver zu veranstalten, wenn man viele Stunden unterwegs ist.
Eigentlich wünschen sich die meisten Menschen mehr Gelassenheit und sie wird ja auch vom Doktor empfohlen. Wenn man sich auf dieses Lebensgefühl - z.B. in Kanada - einlassen möchte muss man jedoch berücksichtigen, dass die Mitmenschen auch IHRE Gelassenheit pflegen. Das heißt, mit hektischen Klagen wegen Terminverzug wird man hier auf Unverständnis stoßen. Die wechselseitigen ´Toleranzen´ sind in Kanada einfach viel größer.
Mit dieser Erfahrung gehe ich jetzt in die Episode III meines Mill Valley Projekts.
Schau´n Sie doch mal wieder rein und lesen Sie wie es so weiter geht.