4. Februar 2012
Neues vom LAB-oratorium.
Nachdem die Bodenbalken präzise verlegt und verankert waren wurde der Fußboden inklusive Unterbodenschutz gebaut.
Zur Isolation wurden zwischen die Bodenbalken Styroporplatten montiert. Damit die Squirrels (Eichhörnchen) das Isolationsmaterial nicht von unten rausreißen und für private Zwecke mißbrauchen, haben wir ´Chicken´-draht unterlegt.
Auf diesen Unterbau werden dann die Fußbodendielen genagelt. Jimmy kennen Sie ja schon.
Bei -10°C kleben die Nägel an den Händen und Handschuhen. Das ist ein echter Vorteil. Da wir uns keinen offiziellen städtischen Bau-Inspektor leisten können wurde diese Aufgabe von einer der neugierigen Scheuenkatzen übernommen.
Und weil wir gerade dran waren wurde auch die erste Seitenwand montiert und aufgerichtet. Üblicherweise wird ein solches Gebäude von mehr als zwei Leuten (guys) gebaut und das Aufrichten der Wände ist somit kein Problem. Wir haben das Problem mit einer Art Ratsche bewerkstelligt, so dass wir die Wandelemente stufenweise liften konnten. Die ganze Wand ist immerhin 36 Fuß lang. Das sind knapp 11m.
Und Montag geht´s weiter ... Ehrensache!
30. Januar 2012
Wenn die Äpfel, bzw. das Apfelmus dem Fuchs, Elch oder Hirsch zu hoch hängen ist das genau das Richtige für die beflügelten Gesellen.
Am Wochenende stürmte eine Horde von etwa 40 ´Cedar Waxwings´ (Bombysilla cedrorum Vieillot) die oberen Gefilde des alten Apfelbaums. Da hingen noch eine ganze Menge von mehrfach durchgefrorenen und durchgegorenen Äpfeln. Das war eine große Party.
Mit angelockt war auch ein ´American Robin´ (Turdus migratorius Linnaeus). 
Das Interessante an den schönen Vögeln ist jedoch, dass sie gemäß dem Standardwerk ´Birds of Nova Scotia´ von Robie W. Tufts (Nimbis Publishing Limiteed, 1986) erst Ende März bzw. Ende Mai hier auftauchen.
Das kann einem schon zu Denken geben, oder?
Ich rufe mal beim lokalen Radio an. Die haben eine monatliche ´Birds hour´. Vielleicht wissen die ja mehr.
27. Januar 2012
Über die knallig-knolligen Grüße aus Grevenbroich habe ich mich sehr gefreut.
Ich finde mich übrigens auf dem Foto ganz gut ´getroffen´. Liebe Grüße zurück.
19. Januar 2012
Und da Warten nicht gerade eine meiner Stärken ist habe ich mit dem Bau eines neuen Saustalls begonnen.
Leider hatte mein ATV (Otto) einen elektrischen Nervenzusammenbruch und so musste ich alles mit Muskelkraft bewegen. Die Hebelgesetze, aber auch dreidimensionale Geometrie und mathematiche Näherungsverfahren lernt man beim Bau einer Hütte im Wald ohnehin am besten/anschaulichsten. Und Sport an der frischen Luft ist ebenfalls unübertroffen.
18. Januar 2012
Auf MillValley wird nicht nur gefeiert und gebubbelt. Nein, es wird natürlich auch gearbeitet.
Gerald hatte im vorigen Herbst schon die Baugrube für mein ´Laboratorium´ ausgehoben und rechtzeitig vor dem richtigen Frost haben Jimmy und ich noch die Punktfundamente gesetzt. Der ´Rest´ ist selbstverständlich aus Holz. Leider ist die Balken- und Bretterversorgung witterungsbedingt derzeit unterbrochen. Aber das wird schon. Und zwar ein Gebäude von 22 ft mal 36 ft; wie man hier so sagt. Fortsetztung folgt ...
8. Januar 2012
60 !
Ab heute geht es stramm auf die 70 zu.
Und ich freu mich drauf ! 
1. Januar 2012
Herzlich Willkommen in 2012 auf MillValley Farm !
In diesen Tagen gibt es in den Medien viele Rück- und Ausblicke auf politische und gesellschaftliche Probleme und Prognosen.
Leider habe ich hier in MillValley keine Glaskugel und die hier zuweilen anzutreffenden Eiszylinder
sind für genaue Vorhersagen leider nicht geeignet.
Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig, als hier der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass die Menschheit dem Anspruch, der in der Bezeichnung ´homo sapiens´ steckt, in diesem Jahr etwas näher kommen möge.
Hiermit meine ich nicht die labormäßigen und isolierten intellektuellen Leistungen Einzelner, die im medizinischen, technischen und wissenschaftlichen Bereich zu großen Fortschritten geführt haben.
Nein, es geht darum, dass ein Großteil der Menschen die Vernetzung allen Handelns versteht und sich ihrer Verantwortung bewusst wird.
Einerseits stehen die Chancen gut. Die desaströsen Auswirkungen von individuellen Fehleistungen in der globalen Finanzwirtschaft sind gigantisch. Genauso offensichtlich ist die Situation beim Weltklima. Die USA verzeichneten in 2011 eine Verdopplung des Maximalwertes bei den alljährlichen Klimakathastrophen und weltweit sieht es nicht besser aus. Flutkatatrophen, Tornados und Dürreperioden ungekannten Ausmaßes bedrohen die Menschen. Die Befunde sind stark und eindeutig. Ein echter ´homo sapiens´ müsste also leicht seine Schlüsse ziehen können.
Andererseits verfügen Menschen offensichtlich über enorme Fähigkeiten, unliebsame Fakten zu verdrängen und in altgewohnten Mustern zu verharren. Der kölsche Gedanke, ´Et es noch immer joht jejange!´, hat wohl globale Verbreitung gefunden.
Diesmal sind die Fakten aber nicht zu leugnen oder zu beschönigen.
Wohl jeder von uns kennt irgendein Bild oder einen Kinder- oder Dokumentarfilm mit einem Eisbär auf einer schmelzenden Eisplatte. Ist es so schwer zu verstehen oder anzuerkennen, dass wir uns in der gleichen Situation befinden?
Ich wünsche allen einen Guten Start,
Wilfried Pesch